Wer war zuerst da?
Der Osterhase oder das Ei?
Die Lösung auf die Frage:
Ich bin zufällig über die Antwort gestolpert.
Und die Antwort lautet: das Ei!
Es ist Symbol der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens. Allein aus diesem Grund passt es wunderbar zum Fest der Auferstehung. Doch der Hintergrund ist ein anderer:
Bereits vor rund 1.200 Jahren war es den Christen verboten, in der Fastenzeit vor Ostern Eier zu essen. Das Verbot galt eigentlich für Fleisch, schloss aber tierische Produkte mit ein. Den Hühnern als Eierlieferanten war das naturgemäß egal: Es sammelten sich daher bis Ostern immer viel zu viele Eier an. Das Abkochen half, sie haltbarer zu machen.
Ab dem 12. Jahrhundert etwa nahmen die Gläubigen am Ostersonntag die Eier mit zur Messe in die Kirche, um sie weihen zu lassen. Zu diesem besonderen Anlass wurde es mit der Zeit Gang und gäbe, die Schalen bunt einzufärben und sie mit Mustern oder Bildern zu verzieren.
Und was hat es nun mit den Hasen auf sich?
Hasen sind ebenfalls Symbole der Fruchtbarkeit. Hinzu kommt, dass sie keine Augenlider haben und mit offenen Augen schlafen – das symbolisiert die Auferstehung Christi.
Im Osterbrauchtum spielt der Hase erst seit 300 Jahren eine Rolle. Er geht auf die evangelische Kirche zurück, die die Eierweihe der Katholiken ablehnte. Trotzdem schlichen sich die Eier bei protestantischen Familien ein, die damit jedoch in erster Linie kindgemäß das Osterfest begehen wollten. Brachte ein Hase die bunten Eier, konnten sie zumindest nicht aus der katholischen Ostermesse stammen.
So – und mit diesem Wissen könnet Ihr am kommenden Sonntag oder am Ostermontag vor der gesamten Verwandtschaft glänzen!
Ganz in diesem Sinne wünsche ich schöne Ostertage. Viel Freude. Viel Sonne. Und das Glück, all das tun zu können, was man sich für die kommenden Feiertage vorgenommen hat!
Mit Österlichen Grüßen